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Die Entstehungsgeschichte der Bürgerliste Altach (BL.A)

Proponenten: Arno Bell, Gert Irgang, Rudolf Riedmann

Altach. 6. Dezember 1994

Warum eine Bürgerliste?
Welche Ziele verfolgt sie?
Welches Programm hat sie?

Warum Bürgerliste Altach?
Eine kurze Analyse der „Gefühlswelt” vieler Bürger unserer Dorfgemeinschaft zeigt, Parteien-Ohnmacht, Politiker-Verdrossenheit und wenig Zukunftsperspektiven für die Bevölkerung:

Parteien-Ohnmacht
Parteiinteressen stehen weit vor den Bürgerinteressen
die Machtgelüste der Parteien stoßen den Bürger ab
zumeist nur Tagespolitik und wenig längerfristige Planung
Streit und sich gegenseitiges Beschmutzen ist die Tagesordnung
Politiker-Verdrossenheit:
die Politiker, die richten es immer so wie sie es brauchen
denen geht es meist nur um Parteipolitik und Macht
Was kann der einzelne denn schon dagegen ausrichten?
Zukunftsperspektiven für die Bevölkerung:
Wie soll sich unser Dorf entwickeln?
Wie soll Altach unseren Kindern und Enkeln einmal Rübergeben` werden?
Welche Dinge in Verkehr, Wohnbau, Umwelt, Wirtschaft, soziales Zusammenleben, Jugend, Vereine ….... müssen wir dringend angehen, welche haben 2. oder 3. Priorität

Ausgangsbasis
Altach ist eine der finanzschwächsten Gemeinden in Vorarlberg. Das geht auf entscheidende Fehler der letzten Jahrzehnte zurück, nämlich.
Ja nicht vorpreschen, man könnte sich blamieren.
Wer kein Geld hat, bekommt vom Land höhere Subventionen.
Wir sind eine Wohngemeinde und keine Betriebs- und Gewerbegemeinde.
Nur gerade das tun, was ansteht, der Rest kann warten.
Kreativität und neue Ideen, verbunden mit Teamgeist und vorausschauende Planung ist in der Dorfpolitik kaum vorhanden.

Die Bürgerliste tritt ein für
1. Pateiunhabhängige Politik zum Wohl der Dorfgemeinschaft
2. Keine Machtkämpfe um politische Positionen
3. Die besten Frauen und Männer für politische Ämter (Bürgermeister, Gemeinderäte und
4. Ausschussobleute ohne Rücksicht auf deren politische Gesinnung. Konstruktive Lösungsvarianten diskutieren anstelle von Streit- und Schmutzkampagnen!

Unser Motto ist
offen – zu unseren Grundsätzen stehen und unsere Meinung vertreten.
ehrlich – keine Doppelzüngigkeit; Gemeinschaftswohl geht vor Einzelinteressen.
konsequent – Wir beziehen Stellung: ein JA dort, wo wir mitkönnen; ein klares und begründetes NEIN dort, wo wir nicht mitkönnen.
Der Bürger und unsere Gesprächspartner in der Gemeindestube sollen uns „einschätzen können”.
tolerant – andere Meinungen und Lösungsideen sind befruchtend und daher willkommen; nur so sind „Gemeinsamkeiten” erkennbar.

Unsere Ziele
*„Werte” statt Gebote und Verbote:*
Ehrlichkeit, Anständigkeit, Offenheit, Toleranz wollen wir „vorleben” und zum Inhalt unserer politischen und privaten Verantwortung machen. Ethische und moralische Werte sind die Wurzel unserer Gesellschaft. Ohne solche Werte verfällt unsere Gesellschaft und damit ist ein Zusammenleben in Gemeinschaft nur durch aufwendige Gesetze und deren Überwachung möglich. So weit darf es nicht kommen!
Teamarbeit statt Machtmonopol:
Wir wollen ein Team der besten Frauen und Männer für den Gemeindevorstand ohne Rücksicht auf deren politischer Zugehörigkeit.
Wir fordern alle politischen Kräfte unserer Gemeinde auf, Ideen und Lösungen zu Sachthemen einzubringen. Die Summe aller eingebrachten Ideen ist die beste Basis für gute Entscheidung.
Wenige Personen haben bisher in unserer Gemeinde die „Politik” bestimmt. Teamgeist und neue Ideen wurden abgewürgt.
Der Bürgermeister sollte der Leiter eines Teams sein, das die “Bürger­interessen” wahrnimmt.
partnerschaftliche Gesellschaft und Gemeinschaft:
Wir unterstützen Eigeninitiative, die der Gemeinschaft dient:
Rahmenprogramme zur Unterstützung unserer Familien, Wirtschaft, Umwelt, Jugend, Vereine ….... sind uns wichtig;
ebenso wichtig ist uns, dass sich jeder Bürger auch seiner Verantwortung als Mitglied unserer Gemeinschaft und unseres Dorfes bewusst ist.

Fairer demokratischer Wettbewerb
Achtung und Toleranz unserem politischen Mitbewerber gegenüber ist uns wichtig.
Mitbewerb und Wettbewerb ist der Anstoß für Innovation und Kreativität. Das Bessere ist der Feind des Guten und somit zum Nutzen der Gemeinschaft.
Jede politische Gruppierung ist aufgefordert, Lösungen zu anstehenden Fragen zu erarbeiten und einzubringen. Nur kritisieren und schlechtmachen ist keine Politik.
Gute Ideen unserer Mitbewerber wollen wir aufgreifen und aktiv unterstützen.

Zukunft gestalten – nicht erleiden
Wir treten für eine Dorfentwicklung ein, deren Ziele „gemeinsam” von unseren Familien, Betrieben und Gewerbetreibenden und den Vereinen erarbeitet und getragen werden.
Wir wollen, dass unsere Gemeinde langfristig wieder eine solide „eigene Finanzkraft” erhält.
Politik muss Zusammenhänge zwischen Familien und Arbeitswelt, sowie Wirtschaft und Umwelt erkennen und mit allen Partnern nach Lösungen suchen.

Bürgerliste Altach (BL.A) kooperiert mit den Grünen seit September 2009

Erfolgreiche politische Arbeit im Dorf erfordert viel persönlichen Einsatz und Engagement. Dies sind wir auch weiterhin gerne bereit zu leisten. Um eine noch breitere Basis für die Mitarbeit und Gestaltung in unserer Gemeinde zu bilden, haben wir uns gemeinsam mit den „Grünen Altach“ entschlossen, eine dörfliche Kooperation zu bilden.
Die Vorbereitungen für die Gemeinderatswahl im März 2010  werden wir also als „Bürgerliste Altach und Grüne“ aufnehmen und uns zukünftig gemeinsam für unser Dorf einsetzen.